Also auch heute volles Programm, auch wenn das Wetter zu wünschen übrig ließ, allerdings setzte der Nieselregen erst gegen 14h, als wir beim Mittagessen waren, ein. So verbrachten wir den restlichen Nachmittag und Abend des Tages bei Bildauswahl, deren Bearbeitung und theoretischer Weiterbildung in Sachen: mit der Kamera koordiniert herumwackeln und der ersten Bilderschau des Workshops – während es draußen zu schneien begann und nicht aufhörte. Ach ja ich vergas: heute Vormittag trieben wir uns in Scuols Altstadt herum. Höhepunkt war der Besuch BEI einer alten Dame, die uns voll Stolz ihr Haus zeigte, welches schon mehr einem Heimatmuseum der bäuerlichen Wohnkultur glich als einer Seniorenwohnung. Nach Mineralwasserverkostung, Kirchen- und Brückenfotografie sowie Adapterkauf verließen wir Scuol gerade noch rechtzeitig, um trockenen Fußes die andere Kirche zu erreichen.

Sonne pur wurde angesagt und das fand auch statt. Von morgens -4°C bis zu gefühlten +20°C am Nachmittag auf der Sonnebank. Aber eins nach zwei anderen... Zu unchristlicher Zeit verließen wir die Kirche, um wie geplant den Sonnenaufgang bei Tarasp gut vorbereitet zu erleben. Dank der kurzen Anfahrt mussten wir auch erst kurz nach fünf aufstehen. Und um sieben war schon alles vorbei also nix wie zum Frühstück. Heute ohne Ei, da wir noch zum eine Stunde Fahrt entfernten Moteratschgletscher wollten – trotz Sonntag fielen die Horden erst ein nach dem wir am Gletschermund waren und wie überall im Engadin scheint auch hier die Saison erst am 24. Mai zu beginnen, sprich alle gastronomischen Einrichtungen waren geschlossen, aber mit Rucksackverpflegung kommt man auch zurecht. Sonnengebräunt und reichlich „geschafft“ kehrten wir zu christlicher Zeit zu unserem Workshop- und Unterkunftsgebäude zurück. Nach dem Abendessen (heute griechischer Salat) gab’s von Reinhard noch einen sehr interessanten Lichtbild-Vortrag mit eindrucksvollen Fotos von seiner diesjährigen Antarktisreise - passend dazu, allerdings vom Moteratschgletscher das nebenstehende Foto.

Alle Teilnehmer sind wohlbehalten und rhätische-Bahn-pünktlich bei bestem Wetter eingetroffen. Der von Maritta entdeckte Baumscheiben Smiley sagt alles. Zum Aufwärmen haben wir am Nachmittag dann schon mal den Sonnenaufgangsstandpunkt inspiziert, dass morgen früh auch jeder schon weiß, wo er sich am liebsten platzieren möchte - wenn’s um die Wurst geht. Und zum abendlichen Streiflicht ging’s noch rund um die Büvetta, bevor wir uns ans Spargel- und Kartoffelschälen gemacht haben, um natürlich unser Arbeitsergebnis anschließend zu verspeisen.

Die Vorhut ist eingetroffen und über Nacht gleich eingeschneit, ebenso das Workshoptransferauto. Aber nichtsdestotrotz, die Vorräte sind ausreichend, auch wenn wir die Kirche für Tage nicht verlassen könnten und eingeheizt ist auch hervorragend - ebenso die Internetverbindung. Morgen am Nachmittag trudeln die restlichen Teilnehmer mit der Rhätischen Bahn ein und nach dem Bezug der Zimmer, einem kleinen Snack samt Heißgetränk geht es bei erwartetem Sonnenschein gleich auf die andere Talseite nach Tarasp zum ersten Motiv des Tages. Zum Abendessen ist selbstverständlich saisonbezogen Spargel satt vorgesehen!

Eine eindrucksvolle Reise ging ganz unspektakulär zu Ende. Reibungslose Fahrt auf fast ausschließlich schwarzer Fahrbahn nach Evenes dem Narvik-Harstader Flughafen. Durchchecken des Gepäcks von 5/7 der Gruppe, sowie pünktlicher Abflug aus Evenes über die schneebedeckten Gipfel der Lofoten. Ungeplant längerer Aufenthalt in Oslo, der bei 6/7 trotz Flugausfalls nur zu einer geringfügigen Verspätung führte. Eine Reiseteilnehmerin hatte allerdings noch das Glück, einen Tag länger in Skandinavien bleiben zu dürfen und das ohne Aufpreis. Und jetzt bin ich sehr gespannt auf die Resüméebilderauswahl unserer Teilnehmer.

Unser erster Anlaufpunkt waren das Leuchthaus und Leuchtturm im Süden von Henningsvær bei Sonnenschein und mit Sonnenbaden auf den jeweiligen Bänken und diese Mal musste natürliche auch der Stockfisch dranglauben. Ein Teil der Gruppe beobachtete dann noch die Kabeljauzungenabschneiderin bei ihrer Arbeit und das Entladen der Fischkutter, der andere Teil machte noch die Souvenirläden unseres Fischerdorfes unsicher, bevor es nach einer kleinen Nachmittagspause noch mal an den Badestrand von Henningsvær ging, um die Graufilter noch einmal aus der Tüte zu holen oder ans Kofferpacken. Nach dem letzten Fischabendessen- dieses Mal Lengfischfilet verabredeten wir uns noch zur Blauen-Stunde-Fotografie, die übergangslos in die Nordlichtfotografie überging. Es war noch nicht einmal richtig dunkel und das Nordlicht fing an zu tanzen – ein überaus gebührender Abschluss für unsere Reise mit einer so tollen Truppe!

Sehr abwechslungsreich war auch der heutige Tag u.a. mit einer Einkehr im Svolværer Marktcafe, aircraft spotting in Svolvær, sowie „ship chasing“ im Raftsund.

 Der erste Tag auf den Lofoten an dem am Nachmittag kaum Wolken am Himmel waren und prompt wurden einige Fotos langweilig.....

Heute hatten wir unsere längste Tour über die Inselwelt der Lofoten immer der E10 folgend bis zum Ende derselben in Å hinter dem Tunnel und wieder blieb uns das Lwetter treu.

Auch heute wieder Lofotenwetter vom Feinsten und meist zur richtigen Zeit hatten wir dramatisches Licht. Die Seeadler waren leider trotz Absprache nicht vor Ort so fuhren wir gleich weiter auf die Insel.