Frühstück auf der Terrasse bei bestem Wetter, so begann der heutige Tag und er endete mit Abendessen (Kekse & Nüsse) am Arbeitstisch des Zimmers. Unser erstes Ziel war wiederum ein Wasserfall - fast direkt hinter unserem Hotel, allerdings gut 100 Meter höher, die durch den steilen Anstieg erhitzten Körper konnten wir gut von der Gischt abkühlen zu lassen. Aus fünfzig Metern Höhe stürzte das Wasser vorbei an interessanten Felsformationen - wieder ein nicht nur fotografischer Höhepunkt der Reise.

Heute fuhren wir von meinem designierten Lieblingsort in Aserbaidschan, unter anderem auch einem Eldorado für Lada Niva Fans, der Kaukasuskette entlang via Şəki in den Kurort Ilisu an der Grenze zu Dagestan. Sehr interessant der Besuch auf der Ausgrabungsstätte in Gabala, der ehemaligen albanischen Hauptstadt von vor knapp 1.500 Jahren. Dort durften wir auch das typische Brotbacken dokumentieren vom Anheizen des Ofens bis zur Brotverkostung – auch wenn es unseren Zeitplan einwenig durcheinander brachte. In Şəki lohnt sich auf alle Fälle ein Besuch des Palastes des Khans und der riesigen Karawanserei. Der geplante Besuch in einer Seidenfabrik war leider nicht erfolgreich, da sie, trotz anderer Infos, bereits geschlossen hatte- vielleicht lag es auch am heute beginnenden Ramadan. Aber auch wir kamen erst nach Sonnenuntergang zu unserem Abendessen in lichttechnisch attraktiver Umgebung.

...und das alles auch noch zu Fuß - ach ja Wanderreise! Laut Astrids smartem Taschentelefon insgesamt 14,9 Kilometer und 64 Stockwerke! Und wir sind keinem einzigen Bollerwagen begegnet- eigentlich außerhalb des Dorfes nur einem einzigen Schäfer! Dafür querten wir auf Hin- und Rückweg zirka 15x den reißenden Bach, dessen Wasserfall unser Ziel der Vormittagstour war. Und trotzdem sind wir alle trockenen Fußes nach knapp 4 Stunden zum Gästehaus zurückgekehrt. Lecker Mittagessen stärkte uns für die zweite Tour des Tages zu den Streuobstwiesen und allgemeiner Natur in den Nordwesten von Lahic. Neben einer Schafherde machte uns auch ein Schmutzgeierpärchen die Aufwartung, freudig bellende Hunde ließen uns kurz danach die Richtung wechseln und auf schnellstem Wege unsere Unterkunft anlaufen. Nach einer kurzen Erholungspause machte ich dann noch den Dorfbewohnern meine Aufwartung bis es hieß : ABENDESSEN!

Dank der Einladung meiner alten, pardon, langjährigen Freundin Birgit, der Inhaberin von Viaverde-Reisen bin ich seit 3 Tagen in einem weiteren mir bisher unbekannten Land am Kaukasus unterwegs. Bisher war mir Aserbaidschan nur aus dem 007 Film „Die Welt ist nicht genug“ bekannt. Kaum drei Tage hier habe ich beschlossen Aserbaidschan in mein Programm aufzunehmen, um neben anderen Zielen in Lahic das Projekt „Fremde sehen unser Dorf“ durchzuziehen.

Zum Ausklang meines  Rügenworkshops ließen wir es noch einmal ganz ruhig angehen und widmeten uns den Vormittag über Bildbesprechungen und am Nachmittag wogendem Schilf. Ein gemütrliches Abendessen beim Italiener um die Ecke rundete den Tag ab und alle 3 Damen sind fest der Absicht mal wieder etwas gemeinsam mit mir zu unternehmen - Auf alle Fälle treffen wir uns zu einem Nachbereitungswochenende in Hamburg. Morgen geht's für alle recht frühzeitig per Bahn und Auto auf den Heimweg nach Bovenden, Bern und Wiesbaden. Und ich mache mich via Hamburg am frühen Abend auf den Weg nach Baku - mal schauen, ob Aserbaidschan ein neues Ziel von meinen "Reisen mit der Kamera" werden wird....

Dem fotografisch nicht so ganz erfolgreichem Vormittag in Sachen Rasender Roland - von inzwischen zu hohen Bäumen samt falschen Standpunkt bzw. einer zu langen Lokomotive folgte ein umso ausbeutereicher Nachmittag im besten Licht mit Raps und Rasendem Roland und auch optimal positioniert. Auch rund uns Posewalder Gutshaus taten sich einige Motive auf. Zum Abschluß des Tages ging's noch einmal zum Dwasiedener Torbogen und zu Gosch in Binz!

Der traditionelle Sonnenaufgangsbesuch an den Kreidefelsen bei Sassnitz war heute der Hauptprogrammpunkt und wie erwartet war das Wetter bestens, sodass alle Erwartungen des Fotoreferenten erfüllt wurden. Um halbacht machten wir uns dann auf den Rückweg nach Sellin und nach dem Frühstück war erst einmal eine Runde Nachschlafen angesagt, bevor wir bei herrlichem Nachmittagslicht nach Binz loszogen, um mal ein bisschen Beachstreetphotography zu üben. Beate machte das ganz ausführlich, während ich mit Danielle und Berit noch einmal nach Sassnitz fuhr, um der Graufilterfotografie zu frönen. Und zum Abendessen trafen wir uns dann wieder - nur einmal muss geraten werden - bei Gosch.

 Erstes Ziel war das Ruinenfeld des vor 140 Jahren erbauten und vor knapp 70 Jahren gesprengten Schlosses Dwasieden. Vom von Adolph von Hansemann erbauten Palast existieren nur noch die Nord- und Südseite der Pavillons und deren Reste liegen noch im Wald verteilt herum. Und schon war wieder Eiscafézeit, bevor wir uns auf den Weg nach Putgarten machten um den drei Türmen vom Kap Arkona einen abendlichen Besuch abstatteten. Auf Grund der Jahreszeit gelang kein Vorfahren mehr, sondern wir mussten den Wohnmobilparkplatz nutzen und so ergaben sich auch für mich neue attraktive Blickwinkel auf dem Wanderweg zu den zwei Leuchttürmen. Leider ist der Strand weiterhin gesperrt nach dem Unglück vom Dezember 2011. Ein kurzer Besuch in Vitt rundete den Abstecher zum nördlichsten Punkt von Rügen ab. Jaaaa, lautete einhellig die Antwort, als ich vorschlug bei Gosch in Binz das Nachtmahl einzunehmen.

Uneindeutiges Wetter bestimmte heute unser Programm, sodass wir erst einmal, wie auf jedem Rügenworkshop, die Werkstatt des Rasenden Rolands in Putbus unsicher gemacht haben. Als die Damen genug von Russ und Rauch hatten verlagerten wir unser Aktionsgebiet nach Vilmnitz auf den dortigen Kirchhof. Leider gibt es meine Bronzedame nicht mehr, aber dafür war die Kirche geöffnet. Danach wurde es höchste Zeit für eine Tasse Kaffee samt Kuchen, die wir am Circus einnahmen- fotografieren bot sich aber wegen leichten Nieselregens nicht mehr an. Auf der Rückfahrt waren wir dann noch einmal im Buchenwald, den wir auf sehr unterschiedliche experimentelle Art und Weise auf den Chip bannten. Kurz zurück ins Hotel, frisch gemacht und schon war das Abendbrot fällig - anschließend haben wir uns auf vielfachen Wunsch, bis kurz vor Mitternacht, Berits Mongoleiausbeute zu Gemüte geführt.

Regen am Morgen lässt schlummern bis kurz vor Acht! Dank der nicht so guten Wettervorhersage gab es heute kein Frühprogramm, sondern erst gab’s das Frühstück und dann machten wir Bildbesprechung bis die Sonne zum Vorschein kam. Rund um den Garger Hafen, inzwischen auch Marina genannt, fanden wir genügend Motive von Fischermanns Accessoires über Reet bis zum wogenden Schliff. Danach wechselten wir zur Kastanienallee in Blieschow. Nach einem Tässchen Tee zogen wir uns ins Hotel zurück, um uns nach dem Abendessen noch einmal für eine gute Stunde an den Strand zu verziehen. Natürlich mit Stativ, Kamera und Graufilter.

Die ganz Harten trafen sich heute morgen zur Blauen Stunde und dem Sonnenaufgang um viertelvorfünf oberhalb der Seebrücke und tatsächlich zeigte sich die Sonne für gut 10 Minuten, sodass wir gegen halb sechs schon wieder im Hotel waren und noch für knapp zwei Stunden den Matratzenhorchdienst zu machen. Nach gemütlichen Frühstück ging’s dann gleich mal nach Seelvitz, um den 10:08h Zug in mitten der Rapsfelder abzulichten, ebenso den Gegenzug - allerdings kam hier im entscheidenden Moment die WvD* - also gut das Ganze an einem anderen Tag noch mal.

Über Feldwege umfuhren wir die Dreiwegebaustellenampel von Binz, um kurze Zeit später auf dem Weg nach Lietzow vor einer kompletten Bundesstraßensperrung zu stehen. Dank der Missachtung diverser Straßenschilder - ohne Gefährdung von anderen Lebewesen - erreichten wir Semper dennoch in einer akzeptablen Fahrzeit, um auch dort wieder vor einer kompletten Wanderwegsperrung zustehen. Reibungslos erreichten wir am späten Nachmittag Binz, um erst einmal ein Eiscafe aufzusuchen und kurze Zeit später auch noch Gosch zwecks eines Abendessens und der Überbrückung bis zur Abendhimmelfotografie samt Mütherrettungsstation, die sich Beate wegen meiner Bilder im Blog vom letzten Workshop viel größer erwartet hatte.

*WvD = Wolke vom Dienst