Annette und Christine hatten die Wartenummern 19 & 20 in der Frauenwarteschlange, Hansjörg und ich Nummern 8 & 9 in dem „männlichen Pendant“, vor dem Einlasstor von Taj Mahal, um 5 Uhr 10 Minuten und 55 Sekunden. Was nicht unmaßgeblich für menschenlose Fotos des Ensembles im Morgenlicht ist.

Nach der aus fotografischer Sicht sehr spannenden Reise nach Ladakh im Jahr 2016, freuen wir uns, nun eine weitere exklusive Reise mit der Kamera anbieten zu können, die uns noch tiefer in die authentische Region Ladakhs führen wird und über Zanskar weiter nach Kaschmir geht. Wir sind uns sicher, dass  diese Reise noch einmal ganz andere Erlebnisse und Begegnungen bietet.

Angenehme Kühle empfing uns am frühen Morgen in Leh. Leider konnte uns Jigmet nicht mehr zum Flughafen begleiten, da er bereits mit der nächsten Gruppe unterwegs war. Aber sein Chef hat das auch ganz gut gemacht. Nutzung eines Nebeneingangs, schnelle Vorkontrollen, flottes Einchecken in der Notausgangreihe samt vermeiden von über 30 Kilogramm Übergepäckgebühr. Unzählige Stempel später und ein paar Kontrollen weniger waren wir in der Wartehalle.

Kurze Zeit nach dem Auschecken aus unserem Lieblingsresort in Uleytokpo über dem Indus waren wir an eines Talesende plötzlich im Rizong-Kloster angekommen. Wegen seiner etwas abgelegenen Lage wird es anscheinend nicht so oft von Touris besucht, obwohl optimal esoterisch gelegen und der Oberlama ist auch noch ein Bruder vom Dalai Lama!

Schluchten, Brücken, Menschen waren die Hauptthemen unseres heutigen Tages entlang des Indus. Bis fast 16h haben wir für die knapp 100 Kilometer bis zum entlegenen und von Soldaten streng bewachten Dorf der letzten Arier Indiens gebraucht.

Mitten in the middle of nowhere auf einem Felsensporn im Industal tat sich heute am frühen Nachmittag unser Resort für 2 Tag auf und alle waren begeistert. Von der Lage, dem Essen und den Chalets. Aber vor dem Vergnügen kam die Arbeit bei brüllender Hitze mit abwechslungsreichen und herausfordernden Motiven.

Ab Zelt gegen 5:15 Uhr, um das Erscheinen der Sonne über den Fünftausendern zelt- und seenah zu erleben. Das war mal sehr angenehm nicht erst ins Auto steigen zu müssen. Das kam dann nach dem Frühstück und wir versuchten nach der Lagunenfotografie noch etwas das Westufer zu erkunden, blieben allerdings zum Teil bei einem netten älteren Herren hängen, der uns erst einmal Tee an die Straße brachte. Und schon waren seit der Abfahrt dreieinhalb Stunden vergangen und wir hatten gerade mal 10% der Strecke hinter uns gebracht. Der Rest ist kurz erzählt: dank der zahlreichen Fotostopps erreichten wir unser Hotel in Leh nach knapp 12 Stunden Fahrt und Tausenden von Höhenmeter.

Auf nach Osten hieß die heutige Devise, erster Stopp allerdings schon nach 20 Minuten um das Tiksay Kloster im Morgenlicht zu dokumentieren noch ein Kloster später hielt uns ein Mann im Poloshirt sehr bestimmte auf und wollte alle unsere Pässe sehen, bevor wir uns zum Pass begeben. Bei uns hätte er eine Uniform getragen .... nach zwanzig Minuten ging’s weiter zum nächsten ..... genau! Aber hier hielt uns nicht nur das klerikale Motiv auf, sondern auch eine Straßenbausperre.

Völlig unerwartete zeigte sich am Vormittag das Wetter von seiner besten Seite, so dass wir nur sehr zögerlich gen Khardunglapass vorwärts kamen. An allen möglichen und unmöglichen Stellen hielten unsere Fahrer auf dieser anderthalbspurigen Straße nach Leh an. Und es drohte nicht nur Unbill „von“ unten, sondern wir wurden auch zweimal durch jene von oben aufgehalten. Aber die örtlichen Fahrer waren immer schnell zur Stelle und räumten die Hindernisse aus dem Weg.

 Heute herrschte Regen vor, aber bekanntermaßen, siehe oben, folgt auf den Regen Sonnenschein und gerne auch mal Regenbögen. Das Morgenprogramm begann mit einem Kamel beim Frühstück und endete mit dem zukünftigen Buddha, dazwischen präsentierte sich das Kloster von Deskit im besten Morgenlicht und alles nur eine gute Viertelstunde reine Fahrzeit vom Zelt entfernt.

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