Nach einem ersten Fotostopp bei Tatik Papik, dem Nationaldenkmal von Bergkarabach, dessen neuer alter Name inzwischen (wieder) Artsakh ist, war das Kloster von Dadivank heute unser von Stepanakert am weitesten entferntes Ziel.

Der erste bewölkte Himmel in Armenien sorgte heute früh für einen Temperatursturz von über 10°C und so machten wir uns bei kommoden 23°C auf den Weg gen Artsakh.

Heute morgen hieß es früh raus aus den Federn um Zorakarer morgens abzulichten- so waren wir auch nur zu dritt, um die besten Blickwinkel und Durchblicke zu finden. Um acht Uhr sammelte Lahic uns wieder ein und so waren wir zum Frühstück und dem anschließenden Stadtrundgang wieder vollständig. Nach der Nachmittagspause schwangen wir uns doch noch ins Auto und statteten wir dem ehemaligen Kloster Vorotnavank und der historischen Brücke von Worotan.

Nicht ganz so früh wie gestern verließen wir heute unser Hotel jetzt wieder im Sprinter. Zuerst brachte uns Ladik, soweit der Asphalt es zuließ, bis zur Devilsbridge, einer Klamm des Worotan....

Heute hieß es umsteigen auf einen Prado und einen UAZ- in dem eigentlich mehr mitfahren wollten als es Plätze gab, obwohl aus Höflichkeitsgründen der UAZ das Männerauto sein sollte. Nach gut 20 Kilometern auf der Asphaltstraße bogen wir in einen, naja, Feldweg ab. Von dort aus kämpften wir uns bis auf 3.400 Meter Höhe über dem Meer.

... und das mit dem kompletten Gepäck der Gruppe. Anreise nach Chor Virap via Flughafen dort war da Sonntag richtig leben, sodass wir nicht in die Gruft des Stammvaters des armenischen Christentums klettern konnten, aber auch die vielen armenischen Pilger boten vielfältige Motive. Und weiter fuhren wir nach Osten via dem Storchendorf Vosketap - 7 Nester und mindestens doppelt soviel Störche auf einem Bild.

..... das stimmt natürlich nur zu einem sehr kleinen Teil, aber liest sich ganz nett. Am späten Freitagnachmittag traf ich mich mit Jens - dem zweiten Referenten unserer dritten Doppelpackreise mit der Kamera- seiner Frau Elke und Jennifer auf dem Hamburger Flughafen, um nach Yerevan zu fliegen.

Gobustan war heute Vormittag das Ziel unserer Kleingruppe. Nach einer knapp Stunde und einer kleinen Anfahrtsunsicherheit erreichten wir das Museumsgebäude, das den Petroglyphenfelsen vorgelagert ist. Didaktisch sehr aufwendig gestaltet war es überfüllt mit Schulklassen, aber wenn man alles sehen und lesen wollen würde bräuchte man fast einen ganzen Tag und so war ein kurzer Rundgang auch ganz informativ, aber was uns „draußen“ erwartete war sensationell.

Strahlender Sonnenschein, gerade eben über die 3-4 Tausender rund um Khinalig gekrochen, begrüßte mich am frühen Morgen, als ich mich aus dem Männerschlafsaal davon stahl. Allerdings lag das Dorf überraschenderweise um halbsieben auch noch im Halbschlaf. Zum Frühstück war ich wieder zurück und wir machten uns frühzeitig auf den Rückweg zum Sprinter, um unterwegs an allen netten Fotospots und grandiose Landschaftsabschnitten, die wir gestern rasant durchfahren hatten, ein wenig zu Fuß zu gehen.

Erst den heilige Berg Aserbaidschans zufällig fotografiert und dann einen Oldtimer auf Cuba - nein, nicht ganz: einen Wolga in Quba. Quba, die Stadt der Paxlavas durchquerten wir noch zügig und dann als es in die Berge ging macht unser Sprinter sukzessive schlapp...

Der größte Teil der Straße auf der wir gen Baku fuhren, war uns schon bekannt, nur die Highlights hatten wir noch nicht besucht. Wieder einmal waren wir fast die einzigen Besucher im Shirvan Nationalpark zwischen dem interaserbaischanischem Highway und dem Kaspischen Meer gelegen.