Auf der Obsidian-, Gold-, und Seidenstraße machten wir uns heute früh auf den Rückweg nach Yerewan, um dort für die letzten 4 Tage Quartier zu beziehen. Zuerst mussten wir den gut 2.400 Meter hohen Vardenyats-Pass überqueren. Am Fuße und fast am Scheitelpunkt desselben begutachteten wir zwei Karawansereien, die damals eine Tagesreise und tausend Höhenmeter von einander entfernt lagen - wir brauchten mit dem Auto schlappe 15 Minuten.

Zweihundertsiebzig Kilometer standen heute auf dem Tagesplan und die hatten wir auch in zehneinhalb Stunden abgefahren. Zuerst durch die Berge von Berg-Karabach, pardon Artsakh dann weiter über das armenische Hochland bis in die Schlucht von Noravank, aber bevor wir dort waren gab’s natürlich den einen oder anderen Foto-, Tank- und Mittagessenstopp. Am Beginn der Noravankschlucht befindet sich die Höhle Areni I, die wir zuerst aufsuchten, bevor wir geduldig an diversen Fotostellen von Noravank auf etwas menschenleerere Bildinhalte warteten. Schön im Licht dieses Mal nicht nur die Kirchen, sondern auch die rote Wand im Hintergrund, dessen heilende Kraft (rote Heilerde) zusammen mit der heiligen Quelle als „Nivea-Creme“ des Mittelalters den dort internierten Leprakranken Linderung Ihrer Schmerzen gebracht haben soll. Danach schlängelten wir uns zu unserer heutigen Unterkunft einer Ferienparkanlage in Hermon.

Den heutigen Vormittag verbrachten wir durch Stepanakert schlendernd vorbei am Parlament rund um den Präsidentenpalast und in der Haupteinkaufsstraße und zum mittäglichen Abschluss der Rundtour gab es Schmalzkringel sowie TomatenGurkeSalat.

 Nach einem ersten Fotostopp bei Tatik Papik, dem Nationaldenkmal von Bergkarabach, dessen neuer alter Name inzwischen (wieder) Artsakh ist, war das Kloster von Dadivank heute unser von Stepanakert am weitesten entferntes Ziel.

Der erste bewölkte Himmel in Armenien sorgte heute früh für einen Temperatursturz von über 10°C und so machten wir uns bei kommoden 23°C auf den Weg gen Artsakh.

Heute morgen hieß es früh raus aus den Federn um Zorakarer morgens abzulichten- so waren wir auch nur zu dritt, um die besten Blickwinkel und Durchblicke zu finden. Um acht Uhr sammelte Lahic uns wieder ein und so waren wir zum Frühstück und dem anschließenden Stadtrundgang wieder vollständig. Nach der Nachmittagspause schwangen wir uns doch noch ins Auto und statteten wir dem ehemaligen Kloster Vorotnavank und der historischen Brücke von Worotan.

Nicht ganz so früh wie gestern verließen wir heute unser Hotel jetzt wieder im Sprinter. Zuerst brachte uns Ladik, soweit der Asphalt es zuließ, bis zur Devilsbridge, einer Klamm des Worotan....

Heute hieß es umsteigen auf einen Prado und einen UAZ- in dem eigentlich mehr mitfahren wollten als es Plätze gab, obwohl aus Höflichkeitsgründen der UAZ das Männerauto sein sollte. Nach gut 20 Kilometern auf der Asphaltstraße bogen wir in einen, naja, Feldweg ab. Von dort aus kämpften wir uns bis auf 3.400 Meter Höhe über dem Meer.

... und das mit dem kompletten Gepäck der Gruppe. Anreise nach Chor Virap via Flughafen dort war da Sonntag richtig leben, sodass wir nicht in die Gruft des Stammvaters des armenischen Christentums klettern konnten, aber auch die vielen armenischen Pilger boten vielfältige Motive. Und weiter fuhren wir nach Osten via dem Storchendorf Vosketap - 7 Nester und mindestens doppelt soviel Störche auf einem Bild.

..... das stimmt natürlich nur zu einem sehr kleinen Teil, aber liest sich ganz nett. Am späten Freitagnachmittag traf ich mich mit Jens - dem zweiten Referenten unserer dritten Doppelpackreise mit der Kamera- seiner Frau Elke und Jennifer auf dem Hamburger Flughafen, um nach Yerevan zu fliegen.

Gobustan war heute Vormittag das Ziel unserer Kleingruppe. Nach einer knapp Stunde und einer kleinen Anfahrtsunsicherheit erreichten wir das Museumsgebäude, das den Petroglyphenfelsen vorgelagert ist. Didaktisch sehr aufwendig gestaltet war es überfüllt mit Schulklassen, aber wenn man alles sehen und lesen wollen würde bräuchte man fast einen ganzen Tag und so war ein kurzer Rundgang auch ganz informativ, aber was uns „draußen“ erwartete war sensationell.