..... ging es heute wenn man die Himmelsfärbung beschreiben möchte und auf der Landkarte rund 350 Kilometer nach Norden von Termez- der ehemals südlichsten Stadt der Sowjetunion in den Geburtsort von Timur, oder auch Tamerlan genannt, nach Shakhrisabs. Landschaftlich war es allerdings “dank“ der sehr diesigen Wetterlage fotografisch nicht so ergiebig. Aber ein Bergfriedhof, der Basar von Bayson und eine Lok auf dem Berg zogen unsere Kamerablicke auf sich. Kulinarischer Höhepunkt unserer bisherigen Reise war dann das Abendessen, serviert in einem Familienrestaurant. Endlich gab es das langersehnte Plow, aber auch der „Rest“ war sehr lecker.

.... und nach einer Duschpause in Taschkent gleich an die afghanische Grenze weitergeflogen, kurzzeitig unserer Pässe am Flughafen von Termez verlustig gegangen, aber dann doch sofort nach dem Bezug unserer Hotelzimmer zur ersten Erkundungsfahrt im Kundus aufgebrochen.

Uzbekistan - wir kommen und wie man links sieht werden wir auch schon erwartet! Die Koffer sind gepackt, der Pass ist in der Tasche und das Taxi bestellt. Jetzt muss uns die Turkish Airline nur noch pünktlich von Zürich, Stuttgart, Berlin und Hamburg nach Istanbul bringen, wo wir uns alle morgen Abend vor dem gemeinsamen Weiterflug nach Taschkent treffen werden.

Von der Akustik in der Höhlenkirche von Geghard kann sich selbst die Elphi eine Scheibe abschneiden, davon konnten wir uns bei dem halbstündigen Auftritt des A capella Vocal-Quintetts Garni persönlich überzeugen. Das war nicht nur der heutige Höhepunkt, sondern auch einer der ganzen Reise. Einmal nicht fotografieren, sondern nur genießen und zuhören!

Hauptziel des heutigen Tages war die Festung Amberd, sinngemäß übersetzt die Unbezwungene. Allerdings hat im 14. Jahrhundert Tamerlan dafür gesorgt, dass sie Ihrem Namen keine Ehre gemacht hat. Habe schon den Auftrag von Hrach mich im Oktober vor Ort bei Tamerlans Gebeinen über seine Vorgehensweise zu beschweren.

130 Kilometer von Yerewan entfernt liegt die zweitgrößte Stadt von Armenien, die vor dem großen Erdbeben am 7. Dezember 1988 über 350.000 Einwohner hatte. Kurz vor 12 Uhr hatte die Region nach wenigen Minuten über 25.000 Tote zu beklagen. Von dieser Naturkatastrophe hat sich die Stadt nie wirklich erholt. Sie hat jetzt nur noch rund 120.000 Einwohner, denn viele sind nach der Wende emigriert.

.... mit diesen Worten kommentierte ein Bewohner des Jerewaner Stadtteils Kond meine Antwort auf seine Frage, von wo in Germania ich denn herkäme. Nur ume Ecke von unserem Hotel ist dieser alte Stadtteil von Jerewan und so machten wir uns heute Vormittag zu Fuß auf, die dortigen kleinen Gässchen zu erkunden und in die Hinterhöfe zu schauen.

Auf der Obsidian-, Gold-, und Seidenstraße machten wir uns heute früh auf den Rückweg nach Yerewan, um dort für die letzten 4 Tage Quartier zu beziehen. Zuerst mussten wir den gut 2.400 Meter hohen Vardenyats-Pass überqueren. Am Fuße und fast am Scheitelpunkt desselben begutachteten wir zwei Karawansereien, die damals eine Tagesreise und tausend Höhenmeter von einander entfernt lagen - wir brauchten mit dem Auto schlappe 15 Minuten.

Zweihundertsiebzig Kilometer standen heute auf dem Tagesplan und die hatten wir auch in zehneinhalb Stunden abgefahren. Zuerst durch die Berge von Berg-Karabach, pardon Artsakh dann weiter über das armenische Hochland bis in die Schlucht von Noravank, aber bevor wir dort waren gab’s natürlich den einen oder anderen Foto-, Tank- und Mittagessenstopp. Am Beginn der Noravankschlucht befindet sich die Höhle Areni I, die wir zuerst aufsuchten, bevor wir geduldig an diversen Fotostellen von Noravank auf etwas menschenleerere Bildinhalte warteten. Schön im Licht dieses Mal nicht nur die Kirchen, sondern auch die rote Wand im Hintergrund, dessen heilende Kraft (rote Heilerde) zusammen mit der heiligen Quelle als „Nivea-Creme“ des Mittelalters den dort internierten Leprakranken Linderung Ihrer Schmerzen gebracht haben soll. Danach schlängelten wir uns zu unserer heutigen Unterkunft einer Ferienparkanlage in Hermon.

Den heutigen Vormittag verbrachten wir durch Stepanakert schlendernd vorbei am Parlament rund um den Präsidentenpalast und in der Haupteinkaufsstraße und zum mittäglichen Abschluss der Rundtour gab es Schmalzkringel sowie TomatenGurkeSalat.

 Nach einem ersten Fotostopp bei Tatik Papik, dem Nationaldenkmal von Bergkarabach, dessen neuer alter Name inzwischen (wieder) Artsakh ist, war das Kloster von Dadivank heute unser von Stepanakert am weitesten entferntes Ziel.