.... mit diesen Worten kommentierte ein Bewohner des Jerewaner Stadtteils Kond meine Antwort auf seine Frage, von wo in Germania ich denn herkäme. Nur ume Ecke von unserem Hotel ist dieser alte Stadtteil von Jerewan und so machten wir uns heute Vormittag zu Fuß auf, die dortigen kleinen Gässchen zu erkunden und in die Hinterhöfe zu schauen.

Zweihundertsiebzig Kilometer standen heute auf dem Tagesplan und die hatten wir auch in zehneinhalb Stunden abgefahren. Zuerst durch die Berge von Berg-Karabach, pardon Artsakh dann weiter über das armenische Hochland bis in die Schlucht von Noravank, aber bevor wir dort waren gab’s natürlich den einen oder anderen Foto-, Tank- und Mittagessenstopp. Am Beginn der Noravankschlucht befindet sich die Höhle Areni I, die wir zuerst aufsuchten, bevor wir geduldig an diversen Fotostellen von Noravank auf etwas menschenleerere Bildinhalte warteten. Schön im Licht dieses Mal nicht nur die Kirchen, sondern auch die rote Wand im Hintergrund, dessen heilende Kraft (rote Heilerde) zusammen mit der heiligen Quelle als „Nivea-Creme“ des Mittelalters den dort internierten Leprakranken Linderung Ihrer Schmerzen gebracht haben soll. Danach schlängelten wir uns zu unserer heutigen Unterkunft einer Ferienparkanlage in Hermon.

Den heutigen Vormittag verbrachten wir durch Stepanakert schlendernd vorbei am Parlament rund um den Präsidentenpalast und in der Haupteinkaufsstraße und zum mittäglichen Abschluss der Rundtour gab es Schmalzkringel sowie TomatenGurkeSalat.

 Nach einem ersten Fotostopp bei Tatik Papik, dem Nationaldenkmal von Bergkarabach, dessen neuer alter Name inzwischen (wieder) Artsakh ist, war das Kloster von Dadivank heute unser von Stepanakert am weitesten entferntes Ziel.

Der erste bewölkte Himmel in Armenien sorgte heute früh für einen Temperatursturz von über 10°C und so machten wir uns bei kommoden 23°C auf den Weg gen Artsakh.

Nicht ganz so früh wie gestern verließen wir heute unser Hotel jetzt wieder im Sprinter. Zuerst brachte uns Ladik, soweit der Asphalt es zuließ, bis zur Devilsbridge, einer Klamm des Worotan....

..... das stimmt natürlich nur zu einem sehr kleinen Teil, aber liest sich ganz nett. Am späten Freitagnachmittag traf ich mich mit Jens - dem zweiten Referenten unserer dritten Doppelpackreise mit der Kamera- seiner Frau Elke und Jennifer auf dem Hamburger Flughafen, um nach Yerevan zu fliegen.

Bestes Reisewetter begleitete uns Richtung Rügen auf der A20. Mit Berit und Danielle im Wohnmobil aus Hamburg kommend trafen wir fast zeitgleich mit Beate aus Berlin anreisend im Haus Sellin ein. Nach dem Kofferauspacken gab's seit langem mal wieder eine Vorstellungsrunde, bevor wir die Wilhelmstraße und die Seebrücke inspizierten. Nach dem Abendessen machten wir uns noch einmal auf zur Seebrücke, um die graublauen Stunde festzuhalten.Recht schnell kehrten wir allesamt müde in unsere Zimmer zurück, nicht ohne uns für morgen früh gegen dreiviertelfünf zum Sonnenaufgang zu verabredeten.

Mit einem gemütlichen, die letzten Vorräte vernichtenden, Frühstück begann der Tag, die Sonne blickte hinter den Wolken hervor und die Bergwelt des Engadin zeigte sich heute von ihrer attraktivsten Seite. So war die Zugfahrt gen Heimat für Helga und Reinhard eine wahre Augenweide und schulte die Teilnehmer auch mal ohne den Fotoapparat in der Hand die Landschaft zu genießen. Frei nach dem Motto von Susan Sontag: Das Auge macht das Bild. Maritta und meine Wendingkeit reisten mit dem Auto via Füelapass ab, allerdings nicht ohne auch mal die Kamera aus der Tasche zu holen. Der Termin für die 2018er Reise ins Unter Engadin steht auch schon fest. Es ist der Zeitraum vom 29. oder 30. April bis zum 5. Mai 2018 mit maximal 3 Teilnehmern. Durchführungsgarantie ab 2 Teilnehmern. Der erste Mai ist im Engadin übrigens kein Feiertag, dafür benötigen deutsche Teilnehmer für diesen Workshop jedoch nur 4 Urlaubstage. Die An- und Abreise per Bahn ist, bei früher Buchung, deutschlandweit schon für ca. 150 Euren in der 1. Klasse möglich.

... aber dazwischen konnte trotzdem erfolgreich fotografiert werden. Erst im Minilostplace, der ehemaligen Gärtnerei des Palace Hotels und anschließend in der deutlich größeren Büvetta von Tarasp. Dank Philipp, der uns die, leider nicht mehr öffentlich zugängige, Trinkhalle zur Mittagszeit für ein Stündchen öffnete und auch interessante Erklärungen zu deren Geschichte gab - hier nachzulesen: Büvetta Tarasp       Nach einer kurzen Mittagspause machten wir uns bei zeitweise strahlendem Sonnenschein auf den Weg nach Sent, auch ein Bergdorf wie Guarda, jedoch deutlich anders! Mehr Menschen, mehr Leben, größere Häuser und ein Metzger. Allerdings auch geteerte Straßen, große Busse und improvisierte Türklinken. Gegen fünf vertrieb uns abermalig einsetzender Regen, nicht ohne vorher bei der bereits erwähnten Bacharia Zanetti noch vier Entrecôtes für das Abschiedsabendessen mitzunehmen. Vorher gab’s allerdings erst einmal die legendäre Engadiner Nusstorte, denn was man verschenkt, sollte man auch vorher testen- meinte Maritta.

Vielen Dank Helga, Maritta und Reinhard, dass ihr bei meinem Engadiner Workshop dafür gesorgt habt, dass er stattgefunden hat, wir viel Spaß hatten, nicht nur beim gemeinsamen Fotografieren, sondern auch beim gemeinsamen Kochen in der Kirche Nairs. Und nicht zuletzt auch einen ganz großen Dank an Hansjörg, der mir zum wiederholten Male sein einzigartiges Tagungszentrum mit allen Annehmlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.